Lotuseffekt

Der Lotuseffekt leitet sich von der Lotusblume ab, die mit dem Phänomen begeistert, dass sich an den Blüten und Blättern kein Schmutz anlegen kann und auch Wasser und andere Flüssigkeiten sofort abperlen.

Dieses Phänomen wird auch als Selbstreinigungs-Effekt bezeichnet und seit 1970 etwa macht man sich diesen auch nutzbar. Durch zahlreiche Forschungen gibt es in der Zwischenzeit Beschichtungen für diverse Materialien, Lacke, Farben, Sprays und mehr, die mit diesem abperlendem Effekt punkten.

Was ist der Lotuseffekt?

Beschrieben wird der Lotuseffekt als eine bestimmte Oberflächenspannung, die nur eine geringe Benetzbarkeit aufweist. Wasser und Verschmutzungen können nicht an der Oberfläche haften bleiben und perlen sofort ab. Diese Oberflächen kennt man aus der Natur und der bekannteste Vertreter für Lotuseffekt ist natürlich die Lotusblume, die für den Effekt auch Pate stand.

Doch auch die Kapuzinerkresse, Schilfrohr, Frauenmantel, Akelei und Weißkohl weisen diesen Lotuseffekt auf.

Diese Pflanzen verfügen über eine Doppelstruktur der Oberfläche, welche die Adhäsionskraft verringert und somit nichts an den Blättern anhaften kann.

Die Pflanzen benötigen diese Oberflächen, damit sich keine Algen, Pilze und Sporen ansiedeln können, welche zu Krankheiten führen. Dieser Effekt dient in der Natur quasi als Selbstschutz.

Technische Anwendungen des Lotuseffekts

Seit den 1970-er Jahren wird dieser Effekt nun erforscht. Besonders hervorgetan hat sich hier der Forscher Wilhelm Barthlott. Die von ihm entwickelten Produkte rund um den Lotuseffekt sind als Marke geschützt und mit der Bezeichnung Lotus-Effekt typisiert.

Der Lotuseffekt ist auch unter dem Begriff Nano-Effekt oder Nano-Versiegelung bekannt. Ob als Lack oder Farbe, als Beschichtung für Waschbecken und Badewannen oder sogar in der Textilbranche, die Natur durfte für viele Bereiche Pate stehen.

Lotuseffekt im Alltag

In vielen Bereichen kommen wir heute mit dem Lotuseffekt in Kontakt, da dieser einfach praktisch ist und viele Vorteile bringt. So sind zum Beispiel Markisen, Sonnenschirme und Planen mit der Nano-Struktur versehen.

Diese Produkte sind wasserabweisend. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch den Lotuseffekt die Markisen und Schirme nicht mehr verschmutzen, da auch Schmutz an der Oberfläche abperlen.

Lacke und Farben, Schiffe und Wasserfahrzeuge, die mit dem Nano-Effekt behandelt wurden, Schwimmbekleidung, Textilien, die schmutzabweisend sind, Fensterscheiben und Sanitäreinrichtungen – dies alles und noch viel mehr wird mit dem Lotuseffekt versehen und bietet dadurch viele Vorteile.

Lotuseffekt bei Tieren

Auch in der Tierwelt kann der Lotuseffekt beobachtet werden. Vor allem viele Insekten nutzen den Lotuseffekt zum Schutz ihrer Flügel. Dieser Effekt sorgt dafür, dass die Insekten auch bei Regen fliegen können und weder Schmutz noch Staub die Flügel beschwert und die Tiere am Fliegen hindert.

Auch bei Geckos ist der Lotuseffekt nachzuweisen. Hier muss man auf die Beinchen der kleinen Tiere blicken. Diese sind mit dem Effekt ausgestattet, der dafür sorgt, dass Geckos kopfüber an der Decke laufen können und an allen Oberflächen haften bleiben.

Bei einigen Vögeln ist der Lotuseffekt ebenfalls bemerkbar. Hier sind die Federn mit der speziellen Beschichtung ausgestattet. Auch hier perlen Schmutz und Wasser ab. Dies ist vor allem bei Wasservögel sehr wichtig.

Der Lotuseffekt sorgt jedoch auch dafür, dass sich keine Pilze und Keime anheften können und er trägt somit zur Gesundheitsprävention in der Tier und Pflanzenwelt bei.

Lotuseffekt beim Auto

Wasser und Schmutz abweisende Eigenschaften sind natürlich sensationell. Kein Wunder also, dass auch viele Autohersteller mittlerweile auf den Lotuseffekt setzten und Autos entwickeln, die mit speziellen Lacken versehen sind.

Die Autos sehen dadurch nicht nur stets gepflegt aus, der Lotuseffekt sorgt auch dafür, dass die Fahrzeuge robuster und wetterbeständiger sind. Sie rosten weniger schnell und haben somit eine höhere Wertbeständigkeit.

Selbstreinigende Kleidung dank dem Lotuseffekt

Hier erhalten Fasern und Textilien eine spezielle Beschichtung, an welcher Wasser und Schmutz abperlen. Die sogenannte selbstreinigende Kleidung kommt vor allem bei Arbeitskleidung zum Einsatz. Aber auch für Kinderkleidung wird der Lotuseffekt immer beliebter.

Sportbekleidung und Outdoor Wear wird ebenfalls immer gerne mit Lotuseffekt versehen, da diese dadurch wasserabweisend wird. Business Hemden, Service Bekleidung, Kochhosen und Kochjacken, Baby Lätzchen und Baby Shirts, Kappen, Regenjacken und vieles mehr, gerade in der Textilbranche kann mit dem Lotuseffekt noch sehr viel erreicht werden.

Lotuseffekt als Spray

Viele dieser mit Lotuseffekt versehenen Produkte haben natürlich ihren Preis und sind in einer höheren Preisklasse verfügbar. Doch auch für den kleinen Geldbeutel gibt es Produkte mit Lotuseffekt.

Sprays mit Lotuseffekt ist sehr praktisch, da damit diverse Produkte mit einer wasserbaweisenden Schicht imprägniert werden können. Egal ob die Winterstiefel der Kinder, der Hut oder die Kappe, ob die Fensterscheibe oder das Waschbecken, mit Spray mit Lotuseffekt lassen sich die unterschiedlichsten Oberflächen aus den verschiedensten Materialien versiegeln.

Diese Sprays sind in Baumärkten, auf Home Shopping Kanälen, in DIY Shops und speziellen Geschäften für Lacke und Farben erhältlich. Als Imprägnierspray nutze ich beispielsweise das Produkt Mountval, was ich hier gekauft habe (Amazon.de, Amazonaffiliatelink)

Ich persönlich nutze beispielsweise oft den Glasreiniger von Kaiserrein, welcher ebenfalls den Lotuseffekt hat. Ich erkenne einen klaren Unterschied zwischen Reinigungsmitteln mit dem schmutzabweisenden Effekt. Hier habe ich den Spray gekauft (Amazon.de, Amazonaffiliatelink)

Lotussamen

Lotussamen sind genauso außergewöhnlich, wie die Lotusblume und Lotuswurzel selbst. Optisch sticht der Stempel der Pflanze mit den zahlreichen, großen Samen sofort ins Auge.

Doch noch viel spannender an Lotussamen ist, dass diese so vielseitig verwendbar sind. Vor allem in Asien haben Lotussamen nicht nur einen dekorativen Zweck, sondern werden in der Küche als Lebensmittel und auch als Heilmittel aus der Natur verwendet.

Wie entsteht ein Lotussamen?

Die Lotussamen wachsen im Stempel der Lotusblume. Sobald die Blüte verblüht ist, wird dieser sichtbar und auch die kleinen Samen lassen sich rasch erkennen.

Mit dem Stempel wachsen auch die Samen, welche zuerst nur so groß wie Stecknadelköpfe sind und später auf die Größe einer Erbse heranwachsen. Ein Stempel enthält etwa 15 Lotussamen. Diese können ganz einfach herausgelöst und weiter verarbeitet werden.

Wie bringt man den Samen zum Keimen?

Wurden die Samen aus dem Stempel herausgelöst, sollten sie zuerst 24 Stunden in lauwarmes Wasser gelegt werden. Danach werden sie aus dem Wasser genommen.

Die spitz zulaufenden Enden des Samens müssen nun vorsichtig mit einem Cuttermesser eingeritzt werden. Nur eingeritzte Samen können später auch keimen und austreiben.

Nun kommen die angeritzten Samen zurück in ein Glas mit warmem Wasser. Hier muss das Wasser sauber gehalten und am besten jeden Tag gewechselt werden. Es sollte sich um kalkarmes, weiches Wasser handeln.

Die Samen quellen nun rasch auf die doppelte Größe auf. Schwimmen Samen an der Oberfläche, so handelt es sich dabei häufig um unfruchtbare Samen, welche entsorgt werden können.

Langsam werden die Samen beginnen zu keimen. Auch wenn die ersten Sprossen sichtbar sind, muss das Wasser täglich gewechselt werden. Hier gilt es, besonders vorsichtig zu sein, denn die jungen Keime sind sehr empfindlich und brechen schnell ab.

Sobald die Keimlinge eine Länge von etwa 10 cm bis 15 cm erreicht haben, können diese umgepflanzt werden. Die Samen werden in einen Pflanztopf mit Erde, Moor und Torf gesetzt.

Der Pflanztopf sollte groß genug sein und ein Fassungsvermögen von 10 bis 20 Litern haben. Der Samen selbst wird in die tonige Erde gedrückt und leicht bedeckt. Der Keim aber darf nicht bedeckt sein und soll aus der Erde herausragen.

Nun kommt der Pflanztopf ins Wasser. Er kann in eine große Schüssel oder einen großen Topf gestellt werden, darf jedoch auch jetzt schon ins Biotop oder den Teich. Das Wasser sollte eine Temperatur von mindestens 20° Celsius haben. Der Topf mit der Erde muss vollständig mit Wasser bedeckt sein. Die Keimlinge jedoch müssen aus dem Wasser herausragen.

Lotussamen kaufen

Es ist gar nicht so einfach, Lotussamen zu kaufen. Wer einen gut sortierten Asialaden um die Ecke hat, kann dort nachfragen, ob Sie auch die Samen der Lotusblume im Angebot haben.

Ich kaufe meine Samen immer online und zwar vom Typ Nelumbo nucifera, auch als Bonsai Lotus bekannt. Hier kannst du die Samen kaufen (Amazon.de, Amazonaffiliatelink). Es ist aber auch schon vorgekommen, dass diese Lotussamen ausverkauft waren. Dann habe ich mich hier mit Samen eingedeckt (Amazon.de, Amazonaffiliatelink).

Wirkung der Lotussamen

Lotussamen haben in der asiatischen Naturheilkunde einen hohen Stellenwert. Die Samen sind ein beliebtes Mittel bei sämtlichen Herzbeschwerden. Ob Herzrasen oder Bluthochdruck, hier kommen die gesunden Samen zum Einsatz.

Sie sollen helfen, die Blutfette im Körper zu regenerieren und werden gegen einen hohen Cholesterinspiegel eingenommen.

Auch als natürliches Schlafmittel dienen die Lotussamen, wie auch andere Teile dieser vielseitigen Pflanze.

Die Samen werden bei Magen- und Verdauungsprobleme eingenommen und sind bei Frauen sehr beliebt, die unter Menstruationsproblemen leiden.

Durch die enthaltenen Antioxidantien gelten die Samen auch als Anti-aging Mittel, welches massiv gegen die Zellalterung einwirken soll.

Ebenfalls sehr wichtig in der asiatischen Naturheilkunde ist die Lotuswurzel, die ebenfalls zu Tees, Aufgüssen und mehr verarbeitet wird.

Nährwerte von Lotussamen

Pro 100 Gramm weisen Lotussamen etwa 89 Kalorien auf. Diese Menge weist einen Fettgehalt von 0,5 Gramm auf und hat null Cholesterin.

Die Samen stecken voll mehrfach ungesättigter Fettsäuren und sind Lieferant für Natrium, Kalium, Magnesium und zahlreiche Vitamine.

100 Gramm Lotussamen liefern 4,1 Gramm Eiweiß und 17 Gramm Kohlenhydrate.

Lotussamenkapseln

In unseren Breiten ist es nicht so einfach an frische Lotussamen zu gelangen. Während diese in Asien auf jedem Markt erhältlich sind, werden hierzulande eher Kapseln mit Lotussamen-Extrakt angeboten.

Natürlich können Sie die Samen ihrer eigenen Lotusblume ernten und genießen. Lotussamenkapseln sind im Internet und in gut sortierten Drogerien oder Bio-Shops erhältlich.

Neben den positiven Eigenschaften, die sich auf Herz- und Kreislauf auswirken, werden Lotussamenkapseln auch zum Entwässern und bei Harnwegsinfekten verwendet.

Auch sollen die Kapseln den Appetit anregen und gegen Entzündungen wirken. Diese Kapseln werden in der heutigen Zeit zu einem immer beliebteren Nahrungsergänzungsmittel, da man auch hier erkannt hat, wie effektiv die traditionelle asiatische Naturheilkunde ist.

Es sollte jedoch vor jeder Einnahme Absprache mit dem behandelnden Arzt getroffen werden.

Rezepte mit Lotussamen

In der asiatischen Küche haben Lotussamen, Wurzeln und Stiele einen fixen Platz. Wer gerne asiatisch kocht, der kann die Lotussamen als Zutat für ein schönes grünes Thai Curry verwenden.

Dazu wird einfach grüne Currypaste in einem Wok angeröstet und mit etwas Wasser und Kokosmilch aufgegossen.

Nun kommen Lotussamen und anderes Gemüse nach Belieben in den Wok. Alles wird für 8 Minuten leicht geköchelt, mit Fischsauce oder Sojasauce abgeschmeckt und mit Reis serviert. Auch die Stiele und die Wurzeln können für dieses aromatische Curry verwendet werden.

Lotussamen werden auch gerne für Süßspeisen verwendet. Dazu werden die frischen Samen über Nacht in warmes Wasser eingeweicht. Am nächsten Tag werden diese abgeseiht und in einem Topf mit 1/4 Liter Kokosmilch aufgekocht.

Für etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Danach wird die Milch mit Kokosblütenzucker und einer guten Prise Salz, sowie mit Kardamom, Zimt und Nelken nach Belieben abgeschmeckt.

Diese Kokosmilch mit Lotussamen wird nun pur gelöffelt, oder mit geschabtem Eis angerichtet. Die Kokosmilch mit Lotussamen schmeckt auch hervorragend zu Sticky Rice mit Mango.

Wenn keine frischen Lotussamen, sondern nur getrocknete Samen erhältlich sind, so müssen diese vor der Weiterverarbeitung dementsprechend länger eingeweicht werden. Die Einweichzeit ist in etwa gleichzusetzen wie mit jener von getrockneten Bohnen, Linsen oder Erbsen.

Weitere Verwendungszwecke von Lotussamen

Doch nicht nur in der Küche und der Medizin werden die Lotussamen verwendet. Lotussamen erfüllen, wie die Blüten oder auch die Scheiben der Wurzel, einen dekorativen Zweck.

In Asien werden die getrockneten Samen auf Ketten aufgefädelt. Diese dienen als Opfergabe im Tempel oder wird den Geistern in den Geisterhäusern dargebracht.

Die Ketten werden aber auch von Menschen getragen und symbolisieren Reinheit und sollen das Böse und Schlechte fernhalten.

Lotusblume

Die Lotusblume ist vor allem in Asien eine der wichtigsten Pflanzen und hat dort nicht nur dekorative Verwendung. In fernöstlichen Ländern ist die Lotusblume ein wichtiger Bestandteil der Kultur und der Religion.

Ebenso ist die Lotusblume ein bedeutendes Heilmittel aus der Natur und auch ein wichtiges und schmackhaftes Lebensmittel. In unseren Breiten freuen wir uns über die prächtigen Farben, mit welchen die Blumen Teichen und Seen überziehen.

Für Biotope und Natur Pools in den heimischen Gärten gewinnt die Blume aus Asien ebenfalls immer mehr an Bedeutung.

Die Lotusblume – Herkunft

Die Lotusblume dürfte ursprünglich aus China stammen. Sie ist jedoch in ganz Asien stark vertreten und viele Länder würden gerne den Anspruch darauf erheben, das originale und echte Heimatland dieser bedeutenden Pflanze zu sein.

Am weitesten verbreitet ist der Indische Lotus, der jedoch auch aus China abstammen dürfte. Die Bezeichnung für diese Pflanze lautet im Lateinischen Nelumbo nucifera. Im Englischen wird er auch Sacred Lotus, also heiliger Lotus genannt. Der gelbe Lotus, im Lateinischen Nelumbo lutea genannt, ist heute vor allem in Amerika beheimatet, gilt jedoch auch als Unterart des Indischen Lotus.

Lotus ist heute in allen Ländern Asiens vertreten und gehört dort zum üblichen Landschaftsbild. Der Lotus kommt jedoch auch in Teilen Russlands, in Australien, Süd-Ost-Amerika, Brasilien, Ägypten, Italien und mittlerweile noch vielen Ländern mehr vor.

Der Lotus breitet sich in vielen Ländern aus, in welchem das Klima warm ist und die Pflanze ungestört in Teichen und Seen wachsen darf.

Häufig wird die Lotusblume mit den Seerosen verwechselt oder Tigerlotos, weißer ägyptischer Lotus oder blauer Lotus als Lotusblume bezeichnet. Diese zählen jedoch zur Familie der Seerosen und sind mit den echten Lotusblumen nicht verwandt.

Botanik der Lotusblume

Bei der Lotusblume, auch als Lotos bezeichnet, handelt es sich um eine krautige Wasserpflanze. Die Pflanze bildet schildförmige Blätter aus.

Pro Pflanze gibt es stets eine Blüte mit großen Blättern und freien Fruchtblättern. Diese Blüten sind zwittrig und sie wachsen inmitten der Blätter und Nebenblätter. Bestäubt wird die Lotusblume durch Insekten.

Lotusblumen sind weiß bis rosa und die Blätter weisen einen besonderen Effekt auf. Sie sind schmutzabweisend und somit immer rein.

Daher hat diese Pflanze auch eine wichtige religiöse Bedeutung und gilt als Blume der Reinheit. In der Wissenschaft hat man sich die Beschaffenheit der Oberfläche der Lotusblume zu Nutzen gemacht. Zahlreiche Produkte mit sogenanntem Lotuseffekt gibt es bereits auf dem Markt.

Angefangen von speziell beschichteten Sanitärgegenständen und Armaturen bis hin zu Stoffen und Imprägnier-Material, Lacken, Farben und mehr, immer weist diese Bezeichnung darauf hin, dass Schmutz und Wasser an der Oberfläche abperlen sollen. Man spricht hier auch von der sogenannten Nano-Struktur.

Standort von Lotusblumen

Lotusblumen wachsen in Teichen und Seen, können jedoch auch als Zimmerpflanzen gehalten werden. Dazu müssen sie in große, mit Wasser gefüllte Töpfe gesetzt werden.

In Asien stehen vor allen Häusern diese Töpfe mit den imposanten und zauberhaften Blumen. Meist schwimmen in diesen Töpfen zusätzlich kleine Fische.

Lotusblumen mögen es warm. Sie müssen an einem sonnigen Ort eingepflanzt werden. Wer Lotusblumen im heimischen Garten haben möchte, sollte auf einen südlich gelegenen Standort achten, der nicht überschattet wird.

Auch ist es sinnvoll, wenn der Standort etwas windgeschützt ist. Die Blüten ragen an langen Stielen aus dem Wasser heraus und sind bei Sturm und Wind etwas empfindlich und können schnell abknicken.

Pflege von Lotusblumen

Wenn für einen optimalen Standort gesorgt wurde, dann ist dies auch beinahe alles, was diese Pflanze an Pflege benötigt. Lotusblumen wirken zwar sehr fragil und anspruchsvoll, sind in Wirklichkeit aber sehr anspruchslos und generell robust.

Die Pflanze benötigt nur stets ausreichend Wasser. Wird sie als Kübelpflanze kultiviert, so sollte das Gefäß einen Durchmesser von 50 cm und auch eine Höhe von 50 cm aufweisen. Werden Lotusblumen in den Gartenteich gepflanzt, sollten diese auch nicht tiefer als 50 cm gesetzt werden. Ist der Teich tiefer, so müssen die Stellen mit Steinen erhöht werden.

Düngung von Lotusblumen

Lotusblumen wachsen im Wasser. Die Wurzeln sollten in lehmige und vor allem nährstoffreiche Erde eingebettet werden. So haben die Wurzeln auch Halt und die Blumen sind fest verankert. In gut sortierten Gärtnereien gibt es auch spezielle Substrate und Dünger für Lotusblumen zu kaufen.

Dünger benötigen lediglich Lotusblumen, die als Kübelpflanze oder Topfpflanze kultiviert wird. In Seen, Sümpfen oder Teichen ist es nicht notwendig. Es reicht jedoch, wenn die Pflanzen zweimal pro Jahr gedüngt werden.

Überwinterung von Lotusblumen

Lotusblumen können im Freien überwintert werden, sofern das Wasser in welchem sie stehen, nicht vollständig zufriert. Dazu sollte es mindestens 30 cm tief sein. Sind die Pflanzen in Kübeln eingesetzt, können diese auch ins Haus oder den Wintergarten gestellt werden.

Lotusblumen müssen im Haus frostfrei überwinter werden. Der Platz zum Überwintern kann durchaus auch der Keller sein. Es muss nicht hell und auch nicht warm sein, darf lediglich nicht frieren.

Krankheiten und Schädlinge von Lotusblumen

Schädlingen fallen Lotusblumen selten zum Opfer. Häufiger kommt es vor, dass die Blumen wegen eines falschen Standortes schlecht wachsen oder welken. Man erkennt dies sofort an fauligen Blättern oder verblassenden Farben. Auch wenn sich keine Blüte bildet, kann dies ein Zeichen, dass die Pflanze zu wenig Licht erhält.

Krankheiten können auch durch zu kalkhaltiges Wasser oder durch zu tiefes Einsetzen entstehen.

Das Wasser sollte während der Blütezeit stets eine Temperatur über 20° Celsius haben. Auch sind Algen und andere Fremdpartikel regelmäßig aus dem Wasser zu entfernen.

Zudem ist es sinnvoll, den Sauerstoffgehalt im Wasser zu erhöhen, wenn die Blüten verblassen und die Blätter verwelken oder verfaulen.

Bedeutung der Lotusblume als Symbol

Im Hinduismus hat die Lotusblume eine ganz besondere Bedeutung. Hier ist sie ein Symbol für Schönheit, Fruchtbarkeit, Erfolg, Spiritualität und Ewigkeit. Die Blume steht jedoch auch für Erneuerung und Neubeginn.

Die Blume symbolisiert die Reinheit des Herzens und wird eng mit der Hindu-Göttin, der Göttin des Reichtums, Maha Lakshmi, in Verbindung gebracht. Viele tragen die Lotusblume als Tattoo oder als Medaillon.

In vielen Fällen eben als Symbol für einen Neubeginn oder als Talisman für Geldangelegenheiten, Fruchtbarkeit oder ähnlichem.

Lotusblume – Bedeutung im Yoga

In vielen Yoga Studios und auch in Broschüren oder auf Webseiten der Yoga Zentren ist die Lotusblume als Symbol abgebildet. Ist dies ein Zufall, dass man sich mit der fernöstlichen Pflanze schmückt, oder was hat Yoga mit der Lotusblume zu tun?

Yoga ist eine Kombination aus Sport und Spiritualismus. Die Lotusblume hat einen sehr hohen spirituellen Stellenwert und symbolisiert im Yoga das Dritte Auge und steht für die Erleuchtung.

Das Dritte Auge ist eines unserer Chakren und befindet sich zwischen den Augenbrauen. Mit diesem unsichtbaren Auge lassen sich Weisheiten erkennen. Häufig werden mythische Figuren auch mit einer Lotusblüte zwischen den Augen dargestellt.

Lotusblume im Buddhismus

Auch im Buddhismus steht die Lotusblüte für Erleuchtung und Reinheit. Beides ist im Buddhismus als höchstes Ziel anzustreben.

Lotusblumen sind jedoch auch beliebte Opfergaben. Egal ob im Tempel oder in Geisterhäuschen, mit Lotusblumen werden den Geistern Geschenke dargebracht, welche diese milde stimmen sollen. In vielen Sak Yant Tattoos, den buddhistischen Tattoos, kommen ebenfalls immer wieder Lotusblüten als Symbole vor.

Zudem ist die Lotusblume eine der acht Kostbarkeiten und symbolisiert den Lauf der Zeit. Dabei wird das Leben der Pflanze als Ganzes gesehen. Die Pflanze durchdringt den Morast, wird stark und schön und aller Schmutz perlt an der erhabenen Pflanze ab, die dennoch nie stolz, sondern immer bescheiden wirkt.

Eine Lotuspflanze verkörpert den Buddhismus pur, denn hier geht es in erster Linie darum, von allem loszulassen.

Die Farben der Lotusblume

Die weißen Blüten stehen für geistige Reinheit. Dies symbolisiert auch die Göttlichkeit, welche dem erleuchteten Buddha gleichzusetzen ist.

Das Blau steht für Beständigkeit, Ausdauer und Weisheit. Roter Lotus symbolisiert Unschuld, Liebe und Leidenschaft, Mitgefühl und ein reines Herz.

Nutzung der Lotusblumen

Gerade in Asien wird die gesamte Pflanze verwendet und verwertet. Sie wird nicht nur im Tempel geopfert, sondern auch verkocht oder als natürliches Heilmittel verwendet. Der Stengel wird von den groben Fäden befreit und kommt in traditionelle Curries und wird auch als Wok-Gemüse verwendet. Die Stiele werden dazu in etwa 2 cm große Stücke geschnitten und mitgekocht oder angebraten.

Ist die Blüte abgeblüht, darf der Stempel noch wachsen. Im Inneren bilden sich die Samen aus, die wie Erbsen im Stempel liegen. Diese werden ebenfalls in vielen Gerichten verarbeitet.

Noch wichtiger aber in der asiatischen, traditionellen Medizin ist, dass diese Samen sehr gesund sind. Sie sollen Blutfette senken und somit das Risiko für Herzinfarkt senken. Auch der Stempel wird verarbeitet. Frisch kommt er klein geschnitten in Curries und Suppen.

Er kann auch in Scheiben geschnitten, getrocknet und als Tee zubereitet werden. Dieser Tee hat eine blutreinigende und entgiftende Wirkung.

In Myanmar, dem ehemaligen Burma, genauer gesagt am Inle See, werden Lotusblumen zu kostbarer Lotusseide verarbeitet. Die Stiele werden in mühsamer Handarbeit behandelt und die dünnen Fasern verwoben. Besonders italienische Designer lieben diese besondere und auch teure Seide aus Lotus.

Saison der Lotusblumen

In Asien und warmen Regionen haben Lotusblumen das ganze Jahr hindurch Saison. In unseren Breitengraden werden Lotusblumen zwischen März und Mai gesetzt.

Anbau

Meist werden die Lotusblumen als Rhizom, also als Wurzelstück gesetzt. Diese Stücke werden in die Erde gesteckt und der Trieb sollte dabei schräg nach oben gedreht sein.

Wichtig ist auch, dass die Lotusblume nie direkt in den Kübel oder den Teich gesetzt wird. Sie wird in Erde in eine Pflanzschale gesteckt und diese kommt danach in den Kübel oder Teich. So lässt sich auch die Höhe am besten steuern.

Aussaat

Die Samen, welche aus dem Stempel herausgelöst werden, können ebenfalls ausgesät werden. Dazu werden diese für 24 Stunden in warmes Wasser eingelegt, herausgenommen und anschließend vorsichtig mit einem Cuttermesser eingeritzt. So können die Samen rasch und unkompliziert auskeimen.

Nun wird der Samen in etwas Erde gesteckt und nur leicht bedeckt. Mitsamt der Pflanzschale kommt der Samen nun in einen Kübel oder eine große Schale mit Wasser. Bei einer Temperatur zwischen 20° Celsius und 30° Celsius muss diese nun an einen sehr hellen Ort gestellt werden.

Nach wenigen Wochen, manchmal aber erst nach einigen Monaten können sich die ersten Keime zeigen. Wichtig ist, dass die Erde immer vollständig mit Wasser bedeckt ist.

Ernte von Lotusblumen

Je nachdem welchen Nutzen die Lotusblume bringen soll, gibt es unterschiedliche Zeitpunkte für die Ernte. Wenn Sie Lotus als Opfergabe oder Schnittblume verwenden möchten, sollten diese abgeschnitten werden, bevor sie sich öffnen.

Die Stiele können jederzeit verwendet werden. Der Stempel wird geerntet, wenn er groß genug ist und sich die Samen auf die Größe einer Erbse entwickelt haben.

Schädlinge

Schädlinge gibt es so gut wie gar nicht. Krankheiten kommen meist nur durch falsche Pflege vor. Es kann auch zu Fäulnis und Schimmel kommen, wenn sich im Wasser zu viele Fremdmaterialien befinden.

Aus diesem Grund leben in Schüsseln und Kübeln mit Lotusblumen in Asien meist auch kleine Fische. Diese fressen Insekten, Larven und Algen und sorgen so für das perfekte Ökosystem.

Wasserbedarf von Lotusblumen

Es sollte sich immer genügend Wasser in den Gefäßen befinden. Die Erde, in welcher sich das Rhizom und die Wurzeln befinden darf niemals austrocknen.

Generell muss jedoch nie gegossen werden, meist reicht das natürliche Regenwasser aus. Wichtig ist, dass immer weiches Wasser verwendet wird.

Welche Nährwerte hat die Lotuswurzel?

Die Lotuswurzel – was steckt in ihr?

Lotuswurzeln
Lotuswurzeln

In den letzten Jahrzehnten sind zahlreiche exotische Lebensmittel aus dem asiatischen Raum zu uns gekommen, darunter auch einige, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht als solche identifiziert. So zum Beispiel die Lotuswurzel.



Der indische Lotus, welcher zur Familie der Seerosengewächse gehört, ist bei den meisten noch eher als Zierpflanze bekannt. Allerdings weiß man in der Region Südostasiens schon seit längerem um die vielen Vorteile der Lotuspflanze.

In Indien steht sie unter anderem für Wiedergeburt, Vollkommenheit und Reinheit. Auch ihre Verwendung in der Küche ist in Ländern wie China, Japan, Korea oder eben Indien Gang und Gäbe. Verarbeitet werden können sowohl Blüte als auch Wurzel. Letztere kann eine Länge von bis zu zwei Metern erreichen und ist längs mit unterschiedlich großen Röhren durchzogen. Sie versorgen die Pflanze mit Sauerstoff und sind der Grund für das charakteristische Muster, das sich zeigt, schneidet man die Lotuswurzel in Scheiben. Doch was genau steckt drin in dem exotischen Gemüse. 100 g Lotuswurzel haben etwa 74 kcal, ähnlich wie bei Kartoffeln. Das ergibt 1,42 Broteinheiten. Darauf verteilen sich ca. 17,22 g Kohlenhydrate, 2,6 g Eiweiß und lediglich 0,1 g Fett. Zu knapp 80 % besteht sie aus Wasser und enthält rund 5 % Ballaststoffe. Abgesehen davon ist die Lotuswurzel reich an Vitaminen und Mineralstoffen und zwar in einem Umfang, dass sie zu einem interessanten Forschungsobjekt für Medizin und Kosmetik wird. So kommen auf 100 g Wurzel etwa 44 mg Ascorbin (besser bekannt als Vitamin C), 0,4 mg Niacin (Vitamin B3) sowie 0,26 mg Pyridoxin (Vitamin B6) und 0,22 mg Riboflavin (Vitamin B2), um nur einige zu nennen. Des Weiteren hat die Wurzel der Lotuspflanze mit jeweils 556 mg und 100 mg ein großes Depot an Kalium und Phosphor. Und auch Natrium und Kalzium finden sich mit einer beachtlichen Menge von 40 – 45 mg wieder.

Wie macht man Tee mit Lotuswurzel?

Wohltuend und gesund – Tee aus der Lotuswurzel
Obwohl sie insbesondere für ihre Schönheit geschätzt wird, ist sie nicht das einzige Plus, das die Lotusblume zu bieten hat. Die ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammende Pflanze, die sich – ähnlich wie der Reis – besonders in feuchten und schlammigen Böden wohlfühlt, besitzt eine Wurzel mit vielen positiven Eigenschaften. Die Lotuswurzel, auch Rhizom genannt, kann bis zu zwei Metern lang werden und ist längs von mehreren Röhren durchzogen, die die gesamte Pflanze mit Sauerstoff versorgen. In ihr stecken eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralien, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Medizin und Kosmetik forschen seit Längerem an den Vorteilen der Lotuswurzel. Zudem lässt sie sich gut als Gemüse in den täglichen Speiseplan einarbeiten. Durch den hohen Anteil an Vitamin C in der Lotuswurzel kann man sie gut zur Stärkung des Immunsystems nutzen. Gerade zur kalten Jahreszeit, in der die Erkältungsgefahr rasant zunimmt ist dies empfehlenswert.

Lotusblume mit Fruchtkörper
Lotusblume mit Fruchtkörper
Um jedoch nicht nur von den gesunden Inhaltsstoffen zu profitieren, sondern sich gleichzeitig, beispielsweise nach einem Herbst- oder Winterspaziergang wieder aufwärmen zu können, bietet es sich an, einen wohltuenden Tee aus der Lotuswurzel zuzubereiten. Zwar lässt sich auch aus den Blüten des Lotus Tee zubereiten, allerdings ist die Wurzel in ihrer Bandbreite an Nährstoffen ungeschlagen. Zubereiten lässt sich das Heißgetränk auf verschiedene Arten. Hierbei ist zu beachten, das Lotuswurzel aus Konserven sich hierfür weniger eignen. Aufgrund ihrer Verarbeitung lässt sich keine Aussage über den Erhalt der Nährstoffe treffen, um die es schließlich geht. Geeignet ist hierfür die frische Lotuswurzel, die man in einigen Asiashops käuflich erwerben oder im Internet problemlos bestellen kann. Um sie haltbar zu machen, wird sie in Scheiben geschnitten und entweder getrocknet oder eingefroren Auch in diesen beiden Formen oder als Lotuswurzelpulver eignet sie sich für die Zubereitung von Tee. Für die Zubereitung benötigt man entweder 20 g getrocknete Lotuswurzel (dazu zählt auch Lotuswurzelpulver)oder 60 – 80 g frische, beziehungsweise gefrorene Wurzel. Dies wird in einen Liter klares Wasser gegeben und kurz aufgekocht. Etwa zwanzig Mitnuten muss das Gemisch im Anschluss bei schwacher Hitze köcheln. Kurz vor dem Servieren können einige Tropfen Tamari (eine natürlich gebraute Sojasoße) hinzu gegeben werden. Wer es lieber süß mag, kann stattdessen auch auf Honig zurückgreifen.

Wie bereitet man Lotuswurzel am besten zu?

Neue kulinarische Erfahrungen – die Lotuswurzel

Geschnittene Lotuswurzeln
Geschnittene Lotuswurzeln
Hierzulande kennt man ihn eigentlich nur wegen seiner Optik: den Lotus. Die ursprünglich aus dem asiatischen Raum kommende Pflanze findet man vor allem in botanischen Gärten. Sie hat eine auffallend schöne und ebenso große Blüte, welche immer von einem Film Wasser benetzt ist, um sich gegen Schmutzpartikel zu schützen. So steht die Zierpflanze auch in der asiatischen Kultur für Schönheit und Perfektion. Was viele jedoch nicht wissen: unter der Blüte – verborgen in feuchtem, schlammigem Boden – verbirgt sich eine Wurzel, die in einigen Fällen bis zu zwei Meter lange werden kann. Deren Einsatzgebiet wiederum mag den Einen oder Anderen verblüffen. Sie enthält eine große Anzahl an Vitaminen und Mineralstoffen und ist auf diese Weise nicht nur in der Medizin und Kosmetik in Auszügen ein wichtiger Gegenstand der Forschung sondern eignet sich auch bestens zur Integration in den täglichen Speiseplan. Auch wenn wahrscheinlich nur wenige behaupten würden, Lotuswurzel schon einmal selbst zubereitet zu haben, wurde sie – ohne, dass man sich bewusst darüber war – wahrscheinlich schon von vielen verzehrt. Denn in der asiatischen Küche ist sie ein recht gängiges Gemüse. Oft wird sie in dünnen Scheiben gegart und lässt sich an ihrem charakteristischen aussehen erkennen, dass sich durch ein natürliches blumenförmiges Lochmuster kennzeichnet. Eine gute Chance auf frische Lotuswurzeln hat man in Asiamärkten. Wer zur Zubereitung lieber auf Konserven zurückgreift, findet diese auch in gut sortierten Supermärkten. Da ihr Eigengeschmack relativ neutral ist, lässt sie sich unterschiedlich zubereiten. So macht sie sich sowohl in einer herzhaften Gemüsepfanne, als auch als süß marinierte Beilage gut. Um sie haltbar zu machen, können die Scheiben der Lotuswurzel getrocknet werden. Ähnlich wie zum Beispiel bei Pilzen, lassen sie sich – zur späteren Verwendung – in klarem Wasser einweichen und wie gewohnt weiter verarbeiten. Durch ihren besonders hohen Gehalt an Vitamin C ist sie eine ideale Unterstützung zur Stärkung des Immunsystems. Daher kann man die Lotuswurzel in der kalten Jahreszeit auch in Form eines wohltuenden Tees genießen.

Wie gesund ist Lotuswurzel tatsächlich?

Selbst unter den Leuten, die mit Pflanzen nichts oder nur wenig zu tun haben ist die, um die es im folgenden Beitrag geht, gut bekannt. Es handelt sich im den Lotus. Hauptsächlich im asiatischen Raum verbreitet hat es diese Pflanze schon vor langer Zeit auch nach Europa geschafft und ist vor allem wegen ihrer Optik begehrt. Was viele jedoch nicht wissen: Die Pflanze kann noch einiges mehr! Unter ihren ansehnlichen Blüten, die sich insbesondere in feuchten und schlammigen Böden wohlfühlen und zum Schutz vor kleinen Schmutzpartikeln immer leicht mit Wasser bedeckt sind, verbergen sich meterlange Wurzeln. Diese Wurzeln versorgen nicht nur den Rest der Pflanze mit allen lebenswichtigen Dingen, sondern speichern eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralen, die auch im menschlichen Körper wahre Wunder bewirken können.

Lotuswurzel
Lotuswurzel
So lassen sich zum Beispiel mit nur 100 Gramm von hier bis zu 75 % des täglichen Bedarfs an Vitamin C decken. Und allein das ist nicht zu unterschätzen. Die ausreichende Versorgung mit Vitamin C ist natürlich besonders für die Stärkung des Immunsystems wichtig. Das andere Vitamin, welches in der Lotuswurzel in vergleichbar großen Mengen vorkommt, ist das Vitamin A. Und auch die Wirkungsweise dieses Stoffes sollte nicht unterschätzt werden. Für die Stärkung von Augen, Haaren und Haut ist es besonders wichtig. Außerdem hat es eine starke antioxidative Wirkung und eignet sich daher ideal für die Bekämpfung von freien Radikalen. Diese stehen schön seit Längerem im Verdacht, Zellen anzugreifen, für deren beschleunigten Verfall zu sorgen sowie Ursache für Krebs und ähnliche Erkrankungen zu sein. Da sich durch die Einnahme der Wurzel zusätzlich die Blutgefäße weiten, ist sie eine gute Ergänzung für den Speiseplan von Menschen mit Kreislauf- und Blutdruckproblemen. Dadurch, dass in der Lotuswurzel so viele unterschiedliche Vitamine und Mineralstoffe vereint sind, ist sie sehr gesund und lässt sich auf verschiedenen Gebieten der Medizin zur Behandlung einsetzen.

Welche Wirkung hat Lotuswurzel?

In vielen asiatischen Ländern ist er schon lange bekannt – der Lotus. Da er besonders schön anzusehen ist, findet man ihn in vielen Gärten und das auch hier in Europa. Lotus wächst bevorzugt in Regionen, die einen sehr schlammigen Boden aufweisen. An ihren Wurzeln, die eine stattliche Länge von bis zu zwei Metern erreichen können, befinden sich, ebenfalls recht große, schildartige Laubblätter, die zum Schutz vor Schmutzpartikeln immer mit etwas Wasser bedeckt sind. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass der Lotus neben seiner Schönheit noch einiges mehr zu bieten hat. Versteckt im feuchten Boden verbirgt sich die Lotuswurzel, die insbesondere mit ihren enormen Auswirkungen auf die Gesundheit andere Zierpflanzen in den Schatten stellt.

Lotuswurzel
Lotuswurzel
Doch welche Wirkung hat die Lotuswurzel eigentlich? Bekannt sind die heilenden Kräfte der Pflanze eigentlich schon seit Jahrtausenden. Doch erst jetzt beginnt die westliche Schulmedizin diese nach und nach für sich zu entdecken. Auch in der Kosmetik macht man sich die Pflanze zu Nutze. So macht sie den größten Bestandteil in zahlreichen Anti-Aging-Produkten aus. Ihre pflegende Wirkung auf die Haut kommt durch Stoffe wie Fettsäure, Armepavin, Linolsäure, Phosphor, sowie Eiweiß zustande, die zwar nicht in der Wurzel, wohl aber in den Blüten der Pflanze in großer Menge vorhanden sind. Die Lotuswurzel jedoch ist noch um einiges reicher an positiven Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Durch ihre Vielzahl an Wirkstoffen lässt sie sich in unterschiedlichsten Bereichen der Medizin einsetzen. Nimmt man sie zu sich wird unter Anderem der Stoffwechsel angekurbelt, der Cholesterinspiegel gesenkt sowie Selbstheilungsprozesse in Körper aktiviert. Des Weiteren wurden auch positive Auswirkungen auf den Gemütszustand festgestellt, ist oder trinkt man die Lotuswurzel. Die Hauptanwendungsgebiete sind daher ebenfalls breit gefächert. Bei Schlaf- und Durchblutungsstörungen zum Beispiel findet sie ebenso ihre Anwendung wie bei Nieren oder Menstruationsbeschwerden. Der hohe Kaliumgehalt der Wurzel sorgt dafür, dass ich die Blutgefäße weiten und so die Blutzirkulation besser vonstattengeht. Nicht nur Cholesterin kann auf diese Weise deutlich leichter abgebaut werden. Auch das Risiko für Begleiterscheinungen verstopfter Arterien – Herzinfarkten – kann so auf natürlichem Wege vorgebeugt werden. Mit nur 100 Gramm der Lotuswurzel lassen sich bereits 75 % des täglichen Bedarfs an Vitamin C decken. Auf diese Weise ist sie ein perfektes Mittel, um das Immunsystem zu stärken. Die Wurzel lässt sich kochen, kann aber auch – um die maximale Menge an Nährstoffen zu garantieren roh verarbeitet und verzehrt werden.

Lotuswurzel Rezept – Kokossuppe mit Hühnchen und Basmatireis

Wer exotische Aromen mag, der wird diese Suppe lieben. Denn hier ist all das drin, was die asiatische Küche an tollen Aromen zu bieten hat. Dabei ist die zubereitung gar nicht schwer und in weniger als einer Stunde hat man hier ein leckeres Gericht auf dem Tisch.

Zutaten für 4 Personen:

• 3 Hähnchenbrustfilets zu jeweils circa 120 g
• 200 g Basmatireis
• 100 g Erbsen (Tiefkühlware)
• 60 g Lotuswurzel (Tiefkühlware)
• 100 g Bambusschösslinge in Scheiben (aus dem Glas)
• 100 g Zuckerschoten
• 1 Möhre
• 1 Zwiebel
• 2 Zehen Knoblauch
• 2 Stiele Thai-Basilikum
• 1 kleine Chilischote, rot
• 400 ml Gemüsebrühe
• 400 ml Kokosmilch
• 1 EL helle Sojasauce
• 1 EL Sesamöl
• 1 TL Kumin (gemahlen)
• 1 TL Kurkuma (gemahlen)

Und so wird es gemacht:

• Den Basmatireis gründlich spülen und im Anschluss mit der doppelten Menge Salzwasser, in etwa 20 Minuten, gar kochen.

• Lotuswurzeln und Erbsen in der Zwischenzeit zum Auftauen ausbreiten.

• Das Brustfilet waschen, trocken tupfen und in Würfel schneiden. Die Zuckerschoten waschen und putzen. Die Möhre schälen und in dünne Streifen oder kleine Würfel schneiden. Die Bambussprossen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Die Knoblauchzehen sowie die Zwiebel von der Schale befreien und in kleine Würfel schneiden. Die rote Chilischote ebenfalls waschen, von Kernen und den Innenhäuten befreien und in feine Ringe schneiden. Thai-Basilikum waschen, trocken schütteln und die einzelnen Blättchen von den Stielen zupfen.

• In einem ausreichend großen Topf das Sesamöl erhitzen. Die Ringe der Chilischote, Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin unter Rühren anschwitzen und zwar so lange bis sie glasig sind. Kumin und Kurkuma hinzugeben und kurz anrösten. Die Mischung mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen und das Ganze zum Kochen bringen. Die Mischung etwa 5 Minuten kochen lassen und dann mit der Sojasauce abschmecken.

• Jetzt die Möhrenstreifen, Lotuswurzel, Erbsen, Zuckerschoten sowie Bambus hinzugeben und in der Suppe ungefähr 5 Minuten gar köcheln lassen.

• Wer die Suppe stilecht genießen möchte, der sollte zu kleinen Schälchen greifen. Aber selbstverständlich schmeckt die Suppe auch aus herkömmlichen Suppentellern fabelhaft. Während die Suppe köchelt sollten die Schälchen oder aber die Suppenteller vorgewärmt werden. Im Anschluss die fertige Suppe auf die Schälchen beziehungsweise Teller verteilen. Den Reis als Einlage entweder separat dazu reichen oder aber schon gleich auf die einzelnen Suppenportionen verteilen. Die Kokossuppe mit dem Thai-Basilikum bestreuen und dann sofort servieren.

Salat vom Tintenfisch mit Lotuswurzel – Rezept

Zugegeben, die Lotuswurzel ist hierzulande nicht all zu bekannt. Doch wer seinen geschmacklichen Horizont erweitern möchte, der sollte dieses asiatische Gemüse einmal probieren, welches auch in der ayurvedischen Küche häufig Verwendung findet. Im herkömmlichen Supermarkt wird man die Lotuswurzel wohl kaum finden, doch in asiatischen Lebensmittelmärkten gehört das Gemüse, zumindest im gefrorenen Zustand, in der Regel zum Standardsortiment.

Hier haben wir nun ein Rezept für einen Salat der mit verschiedensten Aromen spielt und selbst verwöhnte Gaumen in Verzückung versetzen wird. Das Beste daran ist, dass sich der Salat leicht zubereiten lässt und nur wenig Zeit eingeplant werden muss. Ein Rezept also, welches auch Kochanfänger ohne Probleme sehr gut bewerkstelligen können und damit sicherlich Komplimente ernten werden.

Zutaten für 4 Personen:

• 600 g kleine Tintenfische (am besten schon küchenfertig)
• 300 g in Scheiben geschnittene Lotuswurzeln (Tiefkühlware)
• 2 Selleriestangen
• 1 Fenchelknolle
• Frische Ingwer; ein Stück von ungefähr 3cm
• 1 Msp. Mark von einer frischen Vanilleschote
• 1 Chilischote
• 3 EL Sesamöl
• Helle Sojasauce
• 2 EL Reiswein

Und so wird es gemacht:

• Zuerst die Tintenfische waschen und vorsichtig trocken tupfen. Dann den Staudensellerie waschen und putzen. Im Anschluss die Stangen in Abschnitte von etwa 5cm teilen. Diese dann entweder in dünne Streifen schneiden oder aber mit einer Küchenreibe in feine Scheiben hobeln. Die Fenchelknolle waschen und in der Mitte teilen. Den Strunk entfernen und die Knolle ebenfalls in feine Streifen schneiden. Die Lotuswurzeln zum Auftauen ausbreiten. Das Stück der frischen Ingwerwurzel schälen und in feine Stifte schneiden. Die Chilischote waschen. Wer es nicht ganz so scharf mag, der sollte außerdem die weißen Innenhäute und die Kerne entfernen. Danach die Chilischote in dünne Ringe oder Streifen schneiden.

• In einer weiten Pfanne das Sesamöl erhitzen. Ist das Öl heiß, den Fenchel zusammen mit dem Sellerie etwa 2-3 Minuten, unter ständigem Rühren, anbraten. Danach die in Scheiben geschnittene Lotuswurzel, die Chilischote und den Ingwer hinzugeben und vorsichtig untermengen. Die Mischung dann weitere 2 Minuten braten. Die Gemüsemischung dann mit dem Reiswein, der Sojasauce und eventuell etwas Wasser ablöschen. Frisches Vanillemark hinzugeben und alles zusammen etwa 4-5 Minuten schmoren lassen. Danach die Pfanne vom herd nehmen und das Ganze etwa 15 Minuten durchziehen lassen. Vor dem Anrichten den Salat noch mit Sojasauce abschmecken. Am Besten schmeckt der Salat mit Lotuswurzeln wenn er noch lauwarm serviert wird. Wird etwas Brot zum Salat gereicht, dann hat man hier ein vollwertiges Gericht. Aber auch als Vorspeise für ein asiatisch angehauchtes Menü eignet sich dieses Gericht ganz wunderbar.